Terceira - die lilafarbene Azoreninsel

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Terceira - die lilafarbene Azoreninsel © Turismo de Portugal

Renaissancepaläste und Barockkirchen, farbenfrohe Feste, die jahrhundertealte Traditionen wieder aufleben lassen, und eine breite Palette an Sportarten zeichnen Terceira aus. Die kosmopolitische Azoreninsel bietet Transatlantikseglern aus aller Welt den idealen Anlaufhafen und begeistert Städtereisende mit farbenfrohen Orten wie dem Weltkulturerbe Angra do Heroísmo und Wanderer mit Lorbeerwäldern, unterirdischen Höhlen und einem riesigen Vulkankrater.

Wissenswertes über Historie, Geografie und Ökonomie Terceiras

Terceira ist mit 56.000 Bewohnern die am zweitdichtesten besiedelte und mit einer Fläche von rund 400 km² die drittgrößte Azoreninsel. Gemeinsam mit Faial, Graciosa, Pico und São Jorge gehört die etwa 30 Kilometer lange und 17,5 Kilometer breite Insel zur zentralen Azorengruppe. Der Vulkankrater Caldeira de Guilherme Moniz beherrscht mit dem begehbaren Vulkanschlot Algar do Carvao die Inselmitte, nur einen Kilometer entfernt, schießen die Schwefelquellen Furnas do Enxofre aus dem Boden. Portugiesische Seefahrer, die um das Jahr 1430 auf der Insel landeten, nannten das Eiland zunächst „Ilha de Jesus Cristo“. Ihren endgültigen Namen erhielt Terceira, weil sie als dritte Azoreninsel nach São Miguel und Santa Maria entdeckt wurde. Wie die anderen Azoreninseln wurde Terceira von Portugiesen und Flamen besiedelt, die besonders entlang der Küste Dörfer und Kleinstädte errichteten und ihren Lebensunterhalt durch Viehzucht, Ackerbau und dem Export von Färberflechte bestritten. Neben der Agrarwirtschaft spielen mittlerweile der Handel und Tourismus eine bedeutende Rolle. Zu den Lieblingszielen der Besucher gehört Terceiras Hauptstadt Angra do Heroísmo, aus architektonischer Sicht die schönste Stadt der Azoren.

Renaissanceperle Angra do Heroísmo

Angra do Heroísmo liegt an einer malerischen Bucht im Süden der Insel und ist für ihre zahlreichen kleinen Heilig-Geist-Tempel (Impérios) und ihre imposante Festung São João Baptista bekannt. 1534 als erster Ort auf den Azoren zur Stadt ernannt und im selben Jahr zum Bischofssitz erhoben, ist Angra die älteste und nach Ponta Delgada die zweitgrößte Stadt des Azorenarchipels. Traditionell ist der Hafen von Angra ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt im Nordatlantik: Jahrhundertelang liefen unzählige überreich beladene Karavellen, die amerikanisches Silber und Gold sowie Gewürze, Stoffe und Tee aus Indien nach Europa transportierten, in den Hafen der Stadt ein. Mittlerweile sind es Segler und Kreuzfahrtschiffspassagiere, die die 1983 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannte Stadt besuchen. Ihre Beliebtheit verdankt Angra ihrer bemerkenswerten Renaissancearchitektur. Die Kathedrale Sé de Sao Salvador, die Palastbauten Palácio Bettencourt und Palácio dos Capitães-Generais, das weltweit älteste Militärkrankenhaus Hospital da Boa Nova sowie das Rathaus sind nur einige der an Adelspalästen, Bürgerhäusern, Museen und Sakralbauten reichen Stadt. Bezeichnend sind die lilafarbenen Wohnhäuser, die Terceira den Beinamen „Die lila Insel“ verliehen haben.

Aktivurlaub auf Terceira

Die zweite größere Stadt auf Terceira ist Praia da Vitória. In Praia vermischen sich portugiesische und spanische Geschichte mit nordamerikanischer Gegenwartskultur, denn neben ansprechenden historischen Bauwerken in der Altstadt wie der Matriz de Santa Cruz Kirche, finden sich in Praia typisch US-amerikanische Bars und Restaurants, was auf die US-Militärbasis in Lajes zurückzuführen ist. Die Bucht von Praia gehört neben jener von Angra zu den schönsten Küstenabschnitten. Von hier aus starten Boote zu Delphin- und Walbeobachtungsausflügen, Wassersportarten wie Hochseefischen, Segeln, Surfen, Tauchen, Wasserskilaufen und Windsurfen werden angeboten. Das Schwimmen in den Naturschwimmbecken aus Lavagestein ist ein besonderes Erlebnis, dass unter anderem bei Biscoitos und Porto Martins geboten wird. Zu den schönsten Buchten gehören Fanal, Mina, Quatro Ribeiras sowie die Gegend um den See Lagoa da Fajazinha. Wagemutige können an der Tourada a corda teilnehmen. Dabei laufen meist einheimische junge Männer mit den Rindern, für die Terceira berühmt ist, einige Minuten lang durch die Straßen um die Wette, bevor die Stiere wieder auf ihre Weiden entlassen werden. Erholung bieten zahlreiche Wanderwege, die auch von Mountainbikern und Reitern genutzt werden können.

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