Faial - die blaue Azoreninsel

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Faial - die blaue Azoreninsel © Turismo de Portugal

Kunstvoll verzierte Hafenmauern, herrschaftliche Paläste und die unbändigen Kräfte der Natur prägen die Azoreninsel Faial. Mit ihrem geschäftigen Hafen ist Faial die internationalste Insel des Archipels. Jedes Jahr aufs Neue begrüßt sie die Crews und Passagiere der Jachten, die auf ihren Reisen über den Atlantik im Hafen von Horta den Anker auswerfen, um bei ihrem Landgang Proviant aufzunehmen und neue Freundschaften zu schließen.

Wissenswertes zu Geschichte und Vegetation

Das 722 km² große, fast fünfeckig geformte Faial ist nach dem Gagelbusch (Myrica Faya) benannt und verdankt auch ihren Beinamen, Ilha Azul, (die Blaue Insel) einer Pflanze. Es ist die aus Japan eingeführte blau blühende Hortensie, die sich - von Landwirten zur Abgrenzung ihrer Weideländer gepflanzt - über das gesamte Azorenarchipel ausgebreitet hat. Den Mittelpunkt der Insel bildet ein gewaltiger Vulkankrater. Dessen Außenhänge wurden nach der Rodung durch die ersten portugiesischen und flämischen Siedler im 15. Jahrhundert wieder aufgeforstet und bieten Mountainbikefahrern und Wanderern eine herrliche Kulisse beim Aufstieg auf den über 1.000 Meter hohen Cabeço Gabo. Der Hafen von Horta, dem Hauptort der zur zentralen Azorengruppe gehörenden Insel, wurde zunächst von Piraten, später von Walfangflotten und schließlich von US-amerikanischen Technikern aufgesucht, die Telegrafenkabel verlegten. Nachdem während des 2. Weltkrieges rund 2.000 Kriegsschiffe der Alliierten vor Anker lagen, geht es mittlerweile wieder friedlich, aber nicht weniger umtriebig zu.

Herrschaftliche Inselhauptstadt Horta

Mehrere Tausend Segelboote und Jachten legen jährlich im Hafen von Horta an und bescheren den rund 15.000 Inselbewohnern gute Umsätze und kosmopolitisches Flair. Horta hat etwa 7.000 Bewohner und ist nach Ponta Delgada und Angra die drittgrößte Stadt auf dem Azorenarchipel. Die Küstenstadt erstreckt sich über zwei Meeresbuchten, die durch einen kleinen Vulkankrater voneinander getrennt sind. Ein Besuch in der legendären Hafenkneipe Peter’s Café Sport ist am Hafen von Horta ebenso obligatorisch wie das Aufmalen eines farbenfrohen Bildes an den Pier oder die Kaimauer, damit die Reise einen erfolgreichen Verlauf nimmt. Eine Architekturperle ist die Altstadt von Horta, die mit ihren Palästen, Herrenhäusern, Museen und Kirchen zu den schönsten Städten der Azoren gehört. Viele der Gebäude aus dem 18. und 19. Jahrhundert sind noch heute im Familienbesitz und dienen den Gästen als stilechte Unterkünfte.

Vulkankrater und Lavastrände auf Faial

Geformt durch die unbezwingbare Kraft des Vulkanismus und mit einer überreichen Vegetation gesegnet, ist Faial die fünftgrößte Insel des Azorenarchipels. Neben Horta mit ihrer prachtvollen Kolonialstilarchitektur besitzt Faial eine Reihe hübscher Dörfer, die zum Großteil an der Küste liegen. Das Landesinnere ist dicht bewachsen und dünn besiedelt, sein Zentrum bildet der Vulkankrater (Caldera), der zwei Kilometer groß ist und dessen grasbewachsene, 400 Meter hohe Innenhänge fast senkrecht in die Tiefe stürzen. An den letzten Vulkanausbruch von 1957, welcher der Insel einen Landgewinn von 2,4 km² einbrachte, erinnert ein kleines Vulkanologiemuseum, das am Fuße des Leuchtturms von Ponta dos Capelinhos errichtet wurde. Neben Seglern, Hobbygeologen und Wanderern erfreuen sich Taucher an geheimnisvollen Vulkanhöhlen, Badeurlauber an den schwarzen Lavastränden rund um Horta, Romantiker an den roten Windmühlen und Tierfreunde an den Delphin- und Walbeobachtungstouren, die von Faial aus angeboten werden.

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