Graciosa - die Weiße Insel

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Graciosa - die Weiße Insel © Turismo de Portugal

Landschaftlich reizvoll und von überschaubarer Größe ragt die Weiße Insel Graciosa aus dem Atlantik zwischen Europa und Nordamerika. Es sind die einfachen, weiß getünchten Wohnhäuser, die der Insel ihren Beinamen geben und die zusammen mit alten Windmühlen, sanften Hügeln, grünen Wiesen und dem großen Vulkankrater die anmutige Szenerie der Insel prägen.

Wissenswertes über die „Graziöse“

Fernab von Stress und Hektik nimmt das Leben auf der fast ovalen und als graziös (daher der Name Graciosa) bezeichneten Azoreninsel seinen beschaulichen Gang. Graciosa ist mit einer Fläche von rund 61 km² die zweitkleinste und mit einer maximalen Höhe von 400 Metern die flachste Insel des Azorenarchipels. Sie ist die nördlichste Insel der zentralen Azorengruppe und wurde 1450 von einem Bewohner Terceiras entdeckt. Ihre Nachbarinseln sind São Jorge und Terceira, ihr Hauptort ist Santa Cruz da Graciosa, wo knapp 2.000 der 5.000 Inselbewohner leben. Die fruchtbare Insel war vor ihrer Besiedlung stark bewaldet, wurde aber durch Rodung urbar gemacht. Wie auf den übrigen Azoreninseln leben auch auf Graciosa fast alle Inselbewohner von dem, was die Natur hergibt. Gemüse, Getreide, Obst und Wein werden angebaut, dazu kommen Viehzucht und Fischfang.

Traditionell und gastfreundlich

Graciosa besitzt eine liebliche Landschaft mit abwechslungsreichen Wanderwegen, die auch für ungeübte Urlauber geeignet sind. Wer die Insel per pedes erkundet, erklimmt sanft geschwungene Hügel, spaziert an Äckern und Weideland vorbei und begegnet traditionell lebenden Bauern, die Holzpflüge, Eselsheukarren und Pferdekutschen benutzen. Bäume gibt es auf Graciosa nur wenige, dafür beherrschen grüne Wiesen das Landschaftsbild der regenarmen Insel. Zu erreichen ist Graciosa mit der Fähre oder per Flugzeug, es besteht eine regelmäßige Flugverbindung zur Nachbarinsel Terceira. Die Menschen auf Graciosa sind bescheiden und gastfreundlich und pflegen einen schlichten Lebensstil. Dieser spiegelt sich in der Küche wieder, die aus Brot, Käse, einfachen Fleisch- und Fischgerichten sowie Obst und Gemüse besteht. Wein, Branntwein und die traditionelle Süßspeise Queijadas dürfen natürlich auf keiner Speisekarte fehlen.

Pittoreske Felsformationen und begehbare Caldera

Neben den kleinen Siedlungen mit ihren weißen Gebäuden und dem mit Lavasteinhecken eingefassten Weideland besitzt Graciosa eine anziehende Küstenlinie. Entlang dieser finden sich viele, teils abgelegene Buchten mit schönen Sandstränden, die zum Sonnenbaden einladen. Ein Bad in der Therme von Carapacho kann sogar heilende Wirkung haben. Das mineralhaltige Wasser soll bei Hauterkrankungen sowie bei Rheuma für Linderung sorgen. An der Küste sind der Hauptort Santa Cruz da Graciosa sowie der Hafenort Praia de Graciosa ebenso bemerkenswert wie die Ponta da Barca mit malerischem Leuchtturm und dem Walfelsen Ilhéu da Baleia. Im Südosten der Insel wartet ein besonderes Erlebnis auf die Gäste: Die sogenannte Schwefelgrotte Furna do Enxofre. Wer die in der Caldera gelegene Höhle aufsucht, hat die Möglichkeit über eine Treppe, die in den Basalt geschlagen wurde, in die rund 100 Meter tiefe Grotte hinabzusteigen. In deren Mitte befindet sich ein unterirdischer See mit schwefelhaltigem Wasser, der im einfallenden Sonnenlicht zwischen 11:00 und 14:00 einen außergewöhnlichen Anblick bietet.

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