Pico - die gebirgige Azoreninsel

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Pico - die gebirgige Azoreninsel © Turismo de Portugal

Lavagebäude und Lavafelder, von Menschenhand aufgetürmte Vulkanhügel und von der Natur geformte Vulkankegel dominieren das Antlitz Picos. In unzähligen Schichten und Hängen erhebt sich die zweitgrößte Azoreninsel aus dem Atlantik, um in einer weichen Wolkendecke zu verschwinden. Dazwischen warten quirlige Häfen, einladende Dörfer und eine farbenfrohe Natur auf Besucher, die durch die unberührte Natur wandern oder mit Delfinen schwimmen möchten.

Wissenswertes zu Geologie und Geschichte

Die 447 km² große Insel Pico gehört zur zentralen Azorengruppe und ist die zweitgrößte und mit einem Alter von circa 300.000 Jahren die zweitjüngste Azoreninsel nach São Miguel. Wie sämtliche Inseln des Archipels mit Ausnahme von Santa Maria entstand Pico durch vulkanische Aktivität und besitzt einen bis heute schwach aktiven Vulkan, dessen letzte Eruption 1718 stattfand. Dieser Vulkan, Ponta do Pico, ist mit einer Höhe von 2.351 Metern der höchste Berg sowohl der Azoren als auch Portugals. Seit 1460 besiedelt, verdienen sich die rund 15.000 Bewohner der 42 Kilometer langen und 15 Kilometer breiten Insel ihren Lebensunterhalt hauptsächlich mit Fischfang, Viehzucht und Landwirtschaft. Der Walfang wurde bis ins 20. Jahrhundert betrieben, woran die beiden Walfangmuseen in Lajes do Pico und in São Roque erinnern. Mittlerweile ist Pico einer der europaweit besten Orte, um Wale zu beobachten und umgeben von Delfinen zu schnorcheln.

Käse, Wein und Kunsthandwerk

Pico ist bekannt für seine herausragende Weinbaukultur, die sogar zum UNESCO-Welterbe ernannt wurde. Neben dem vollmundigen Wein, dem die Lavaerde einen einzigartigen Geschmack verleiht, produzieren die Inselbewohner die Käsespezialitäten Queijo do Pico und Pasta Mole und führen in den Kunsthandwerkschulen von Santo Amaro und São Roque do Pico die kunsthandwerkliche Tradition ihrer Vorfahren weiter. Pico ist eine der gebirgigsten Azoreninseln (Beiname Ilha Montanha) und gefällt Wanderern besser als Badeurlaubern. Es existieren kaum Sandstrände, dafür besticht die Insel durch ihre vielen kleinen Naturschwimmbecken, etwa in Prainha do Norte oder in São Roque. Die Hänge Picos sind mit Lorbeer und Wacholder stark bewaldet, Obstbäume und Weinreben sind in Terrassen angelegt und bieten den Urlaubern beim Wandern launige Plätzchen zur Erholung. Hobbygeologen finden auf den Azoren zahlreiche Vulkanhöhlen. Die längste Höhle ist die Gruta das Torres auf Pico, die nur mit Spezialausrüstung in Begleitung eines versierten Höhlenführers erkundet werden sollte.

Die schönsten Orte auf Pico

Madalena ist eine von drei Kreisstädten auf Pico und zugleich der Hauptort der Azoreninsel. Madalena verfügt über den größten Hafen der Insel, von wo aus mehrmals täglich Fähren zu den Nachbarinseln Faial (5 km entfernt) und São Jorge (15 km entfernt) in See stechen. Das Städtchen besitzt einige interessante Sehenswürdigkeiten wie die Magdalenenkirche, ein barockes Rathaus und ein Weinbaumuseum, das in einem Karmeliterkloster untergebracht ist. Neben vielen kleineren Dörfern und Siedlungen, die etwas versteckt zwischen Weinhängen, Feigen- und Pflaumenbäumen liegen, verfügt Pico über zwei weitere Kreisstädte. Cais do Pico und São Roque besitzen ebenso wie Madalena mehrere sehenswerte Kirchen, Klöster und Museen. Bemerkenswert ist die Architektur in den Orten Arcos, Cabrito, Lajido, Cachorro und Calhau. Die Einfamilienhäuser in diesen Dörfern wurden aus schwarzem Basaltstein errichtet, der einen zauberhaften Kontrast zu den rot oder grün gestrichenen Türen und den weiß gestrichenen Fensterrahmen bietet.

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