Die Azoren

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Die Azoren © Turismo de Portugal

Fernab vom hektischen Massentourismus sind die Azoren ein entspanntes und interessantes Reiseziel mit mächtigen Vulkanen, geschichtsträchtigen Städten und einzigartigen Naturlandschaften. Die neun Inseln im Nordatlantik sind ein Traum für Natur- und Tierliebhaber, die gerne Sport in der freien Natur treiben, wild lebende Delphine und Wale beobachten und geruhsame Wanderungen zwischen prachtvollen Blumenwiesen, Bergseen und Vulkankratern unternehmen.

Informationen zu Geografie und Geologie

Das Azorenarchipel ist der sichtbare Teil des Atlantischen Rückens und als Folge unterirdischer Vulkanausbrüche durch das Auseinanderdriften der eurasischen, afrikanischen und amerikanischen Platten entstanden. Die Inselgruppe besteht aus neun bewohnten Inseln, die bis zu 620 Kilometer voneinander entfernt liegen, sowie zahlreichen unbewohnten Eilanden und Felsen. Geografisch unterteilt werden die Inseln in drei Gruppen. Die südöstliche Grupo Oriental besteht aus Santa Maria und São Miguel und ist rund 1.370 Kilometer vom portugiesischen Festland entfernt. Die zentrale Grupo Central umfasst die fünf Inseln Faial, Graciosa, Pico, São Jorge und Terceira. Die nordwestliche Grupo Ocidental besteht aus Corvo und Flores und liegt etwa 2.300 Kilometer von der kanadischen Insel Neufundland entfernt.

Informationen zur Geschichte und Ökonomie

Die Portugiesen entdeckten die neun Azoreninseln zu verschiedenen Zeitpunkten zwischen 1427 und 1452 und begannen ab 1431 mit der Besiedlung. Die ersten Siedler aus Portugal und Flandern machten das Land urbar und nahmen den Anbau und Export von Getreide, Wein, Zuckerrohr und Färberwaid in Angriff, später wurden Ananas-, Orangen-, Tabak- und Teeplantagen errichtet. Von Anfang an waren die Inseln des Archipels wichtige Zwischenstationen für Seefahrer und Handelsschiffe, zogen aber auch Seeräuber verschiedener Nationen an. Im 19. Jahrhundert erlebten die Inseln durch Fisch- und Walfang einen großen wirtschaftlichen Aufschwung, heutzutage sind die von EU subventionierte Milch- und Viehwirtschaft (Rindfleisch, Milchprodukte), der Ackerbau, der Fischfang sowie der Ökotourismus von großer ökonomischer Bedeutung.

Kultur und Klima

Rund 97 % der Azorenbewohner sind katholisch und feiern das ganze Jahr hindurch zahlreiche religiöse Feste. Riten und Bräuche werden von Generation zu Generation weitergegeben und fördern die nachbarschaftlichen Beziehungen. So ist mit der Zeit ist eine ganz eigenständige Kultur entstanden, die sich in der Architektur und im Kunsthandwerk niederschlägt. Weithin bekannt sind die Azoren als Wetterküche Europas. Das Wetter ändert sich manchmal mehrmals täglich, extreme Hitze oder Kälte sind hingegen unbekannt. Im Sommer klettern die Temperaturen auf angenehme 25 Grad Celsius, die Winter sind mild und regnerisch, das Thermometer sinkt selten unter 10 Grad Celsius. Die beste Reisezeit ist von Mai bis Oktober, die Hauptsaison von Juli bis September.

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